Alter Elbtunnel St. Pauli – Hamburg

Der alte Elbtunnel St. Pauli wurde 1911 eröffnet, nach 4 Jahren Bauzeit. Zwei Tunnelröhren mit 426,5 Meter Länge, verbinden die Landungsbrücken St. Pauli mit der Elbinsel Steinwerder. Der Alte Elbtunnel war die erste Flussuntertunnelung des Kontinents und notwendig geworden, da sich das Wachstum des Hamburger Hafens vermehrt auf die südliche Elbseite verlagerte. Von Steinwerder hat man einen wunderbaren Panorama-Blick mit Elbphilharmonie und Hafen.

Planung Um die zunehmenden Verkehrsströme auf der Norderelbe in den Griff zu bekommen, wurde seit Ende des19. Jahrhunderts über eine dauerhafte technische Lösung zur Elbquerung nachgedacht. Nach Sondierung möglicher Lösungen hatte man sich für einen Tunnel entschieden. Der Baurat Ludwig Wendemuth entwarf einen Elbtunnel und 1904 verabschiedete der Senat den Bau zwei paralleler Röhren unter der Elbe


Bau
1907 wurde mit dem Bau begonnen. Die beiden Tunnelröhren baute man im Schildvortriebsverfahren und führen mit einer Sohlentiefe von 24 Metern von St. Pauli nach Steinwerder. Insgesamt wurden etwa 4400 Arbeitskräfte eingesetzt. Die Baukosten betrugen 10,7 Millionen Mark. Das entspräche Heute 59,5 Millionen Euro.

Details Für den Tunnel wurden keine Zufahrtsrampen angelegt. Die Fahrzeuge werden stattdessen mit Aufzügen, je Uferseite vier Schächte mit je einem Fahrkorb – befördert. Über den Schächten wurden nach Plänen der Architektengemeinschaft Raabe & Wöhlecke zwei sich in den Maßen gleichende Gebäude errichtet, auf der St. Pauli-Seite aus Tuffstein, auf der Steinwerder-Seite aus Ziegeln mit kupferbeschlagenen Kuppeln. Dort sind auch die Antriebe für die Fahrkörbe untergebracht. Seit 2003 steht der Elbtunnel unter Denkmalschutz.


Umbauten und Sanierungen
Im Jahr 1994 wurde mit einer Grundsanierung begonnen, deren Ziel die Wiederherstellung des Erscheinungsbildes von 1911 war. Nach diversen Arbeiten wurde 2009 auch die Sanierung und Wiederherstellung der Oströhre beschlossen.

Anlässlich einer Führung für Fachjournalisten, welche der Pressesprecher der Hamburg Port Authority und ein Bauingenieur durchführten, konnte man sich über den Stand der Bauarbeiten informieren. Die Bauzeit verlängerte sich zwar erheblich, aber nun sind die Arbeiten in der Oströhre auf der Zielgeraden.


Die Wände sind mit 400 000 weißen Kacheln und den alten Reliefs versehen, alles nach historischem Vorbild. Die Oströhre soll 2019 wieder eröffnet werden, dann kommt die Weströhre dran.
Der Alte Elbtunnel ist und bleibt ein touristisches Highlight und ein historischer  Ort mit vielfacher Nutzung. Er dient nicht nur als Elbquerung für Fußgänger, Radfahrer und Autos sondern auch als Filmlocation, Ausstellungsort und für andere Events.

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