Lissabon – Mouraria ein besonderes bairro

Die Mouraria erstreckt sich nordwestlich des Burghügels und  unterhalb der Kirche und des Klosters von Graça. Im Jahr 1147 mussten die Mauren die Alfama verlassen und siedelten sich hier an. So wurden sie zum Namensgeber dieses Stadtteils.

Lange war die Mouraria das Problemkind Lissabons, unsicher, schmuddelig und arm. Die Gegend rund um den Largo do Indente wurde seit den 1990er Jahren durch Drogenkriminalität und Prostitution zum sozialen Brennpunkt der Stadt. Das änderte sich ab 2009 nach einem Kulturfest auf dem Largo do Indente und diversen Einsichten und Aktivitäten der Stadt Lissabon.
Die vielen Grafiti an diesem Ort sind wohl ein Prostest gegen die schleichende Gentrifizierung in der Mouraria.

Zu dieser Zeit startete die britische Fotografin Camilla Watson ein Projekt mit dem Namen „Tribute“. Sie fotografierte die Bewohner des Viertels. Heute hängen die meisten Fotos im Beco das Farinhas in der Nähe des Largo do Trigueiro.
Das letzte Foto an einem rosa Gebäude zeigt die Fado- und Jazzsängerin Marisa, hier soll sie angeblich gewohnt haben.

error: no